Hinweise zum Dokument selbst

Die vorliegende Vorlage konzentriert sich auf die Erstellung eines Datenschutzkonzepts für Forschungsvorhaben mit Social-Media-Daten. Im Rahmen des Projekts SPARTA wurden darüber hinaus weitere Dokumente erstellt, die in enger Verbindung mit dem Datenschutzkonzept standen und gemeinsam die datenschutzrechtliche und informationssicherheitsbezogene Dokumentation des Projekts bildeten. Hierzu zählten insbesondere:

  • ein IT-Sicherheitskonzept
  • eine Risikoanalyse einschließlich Risikobehandlung
  • eine Schwellwertanalyse zur Prüfung der Erforderlichkeit einer Datenschutzfolgenabschätzung
  • eine Datenschutzfolgeabschätzung
  • Notfallhandbücher für zentrale Systemkomponenten
  • ein Datensicherungskonzept
  • ein Berechtigungskonzept
  • ein Daten- und Datennutzungskonzept
  • Netzwerk- und Systemdokumentationen
  • sowie technische Dokumentationen zu Datenmodellen, Systemarchitektur und Verarbeitungsprozessen
  • diverse Vorlagen auf deutsch und englisch für Forscher:innen unseres Teams, bspw. für Datenschutzbelehrungen

Nicht jedes Forschungsvorhaben benötigt sämtliche dieser Dokumente. Umfang und Ausgestaltung der erforderlichen Dokumentation hängen von Art, Umfang und Komplexität der Datenverarbeitung sowie von den Vorgaben der jeweiligen Forschungseinrichtung ab. Die Vorlage soll daher als Orientierung dienen und muss je nach Projekt um weitere Dokumente und Nachweise ergänzt werden. Aus unserer eigenen Erfahrung empfehlen wir die Trennung der weiteren Dokumente, um einen Monolithen zu vermeiden. Wir empfanden es als flexibler, jedes Konzept einzeln zu haben.

Ein weiterer wichtiger Hinweis betrifft die Perspektive, aus der diese Vorlage entstanden ist. Die im Projekt SPARTA entwickelten Datenschutz- und Dokumentationskonzepte beziehen sich auf die wissenschaftliche Analyse öffentlich zugänglicher Inhalte sozialer Medien. Die Datenerhebung erfolgte dabei über offizielle Programmierschnittstellen (APIs). Forschungsdesigns, die auf geschlossene Gruppen, private Kommunikationsräume, nicht öffentliche Plattformbereiche, Befragungen oder andere Formen der Datenerhebung mit unmittelbarem Personenkontakt abzielen, waren nicht Gegenstand unserer Arbeit.

Aus diesem Grund beziehen sich viele der in dieser Vorlage enthaltenen Erläuterungen, Beispiele und Textbausteine auf typische Fragestellungen der Forschung mit öffentlich zugänglichen Online-Daten. Wir haben uns bemüht, die Formulierungen so allgemein wie möglich zu halten und an geeigneten Stellen Hinweise, Platzhalter und Alternativen für unterschiedliche Forschungskontexte bereitzustellen. Gleichwohl spiegeln die Beispiele zwangsläufig die Erfahrungen, Anforderungen und Herausforderungen wider, die sich aus unserer eigenen Forschungspraxis ergeben haben.

Nutzer:innen dieser Vorlage sollten daher stets prüfen, ob die vorgeschlagenen Formulierungen, Annahmen und Dokumentationsstrukturen auf das eigene Forschungsvorhaben übertragbar sind. Insbesondere bei anderen Datenquellen, Erhebungsmethoden oder rechtlichen Rahmenbedingungen können Anpassungen oder ergänzende Dokumentationen erforderlich sein.

Ein weiterer Hinweis gilt einer Begrifflichkeit, die uns anfänglich (als Nicht-Jurist:innen) irritiert hatte: Der Begriff „Verfahren“ wird in diesem Dokument im datenschutzrechtlichen Sinne verwendet und bezeichnet die konkrete Datenverarbeitung als organisatorische Einheit im Sinne von Art. 30 DSGVO. In Forschungskontexten entspricht dies in der Regel dem jeweiligen Forschungsprojekt, da das Projekt Zweck, Umfang und Durchführung der Datenverarbeitung definiert. Daher ist an den entsprechenden Stellen dieses Konzepts der Projekttitel anzugeben.